Inklusion ist kein freiwilliges Zusatzangebot. Sie ist ein verbrieftes Recht – verankert in der UN-Behindertenrechtskonvention, im Grundgesetz sowie in zahlreichen Sozial- und Bildungsgesetzen.
Und doch zeigt die Praxis: Für viele Kinder und Familien bleibt Inklusion fragmentarisch, brüchig oder schlicht unerreichbar.
Warum das so ist und welche Lösungen wir entwickeln – wird im Folgenden dargestellt.
Wir brauchen Unterstützung!
Warum wir neue Räume für Inklusion brauchen
Gerade Kinder mit besonderen Bedürfnissen – etwa mit neurodivergenten Profilen, körperlichen oder emotionalen Beeinträchtigungen, Flucht- oder Armutserfahrungen – erleben Alltagssysteme häufig als überfordernd, ausgrenzend oder nicht passend. Besonders im System Schule stoßen sie an strukturelle Grenzen.
Die Folgen sind gravierend:
- steigende Schulabstinenz
- stark belastete Familien
- überforderte pädagogische Fachkräfte
- ein wachsender Bedarf an therapeutischer Unterstützung
Inklusion scheitert dabei selten an fehlendem Willen – sondern an fehlenden Rahmenbedingungen.
Unsere Antwort: Das Projekt „Buntes Moor“
Mit dem Bunten Moor entsteht ein großflächiger, naturnaher und barrierefreier Lern- und Erlebnisort, der Inklusion nicht fordert – sondern ermöglicht.
Auf rund 16.000 m² Fläche (davon ca. 13.000 m² geschützte Moorfläche) schaffen wir einen Raum, in dem Kinder, Jugendliche, Familien und Fachkräfte neue Wege erproben können:
- ohne Zeitdruck
- ohne Leistungszwang
- ohne ständige Anpassung an ein überforderndes System
Das Bunte Moor verbindet Pädagogik, Therapie, Natur, Tiere und Gemeinschaft zu einem ganzheitlichen Ansatz.
„Es sind die Rahmenbedingungen, die darüber entscheiden,wie ich wahrgenommen werde.“
Dr. Peter Schmidt, Fachtag Autismus Hannover
Natur & Rückzug
- Wald- und Naturangebote (Waldbaden, Waldforschen, Waldyoga)
- geschützte Rückzugsräume für neurodivergente Kinder
- Natur als regulierender, stabilisierender Erfahrungsraum
Tiergestützte Arbeit & Gartentherapie
- fünf Schafe und zwei Ponys (nicht zum Reiten)
- tiergestützte Interventionen
- Gartentherapie und gemeinsames Gärtnern
- bereits erprobte Konzepte mit ausgebildeten Fachkräften
Barrierefreie Infrastruktur
- barrierefreier Inklusionsgarten
- unterfahrbare Hochbeete
- begehbare, barrierearme Wege
- Umbau eines barrierefreien Bade- und Pflegebereichs
Bildung, Begegnung & Gemeinschaft
- Gruppenräume für Kleingruppen, Coaching, Kreativangebote
- Küche für Kochprojekte, Seminare und Workshops
- Angebote für Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen
- generationenübergreifende Aktionstage
Für wen ist das Bunte Moor gedacht?
- Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung
- neurodivergente Kinder
- Familien
- pädagogische Fachkräfte
- Ehrenamtliche
- Kooperationspartner aus Bildung, Pflege und Sozialarbeit
Das Bunte Moor versteht sich als offener Lernort, als Netzwerkraum und als Modellprojekt für nachhaltige, inklusive Strukturen.
Warum dieses Projekt jetzt notwendig ist
Die bisherigen Angebote von Special Kids stoßen an klare Grenzen:
- begrenzte Räumlichkeiten
- baurechtliche Einschränkungen
- fehlende Barrierefreiheit
- steigende Nachfrage
Der Bedarf wächst rasant – die vorhandenen Strukturen reichen nicht mehr aus.
Das Bunte Moor ist deshalb kein „Zusatzprojekt“, sondern ein notwendiger nächster Schritt:
hin zu tragfähigen, langfristigen Lösungen.
Gemeinsam möglich machen
Das Bunte Moor entsteht nicht allein. Es wächst durch Menschen, die Verantwortung teilen und Inklusion aktiv mitgestalten möchten. Dafür gibt es drei zentrale Wege der Unterstützung:
Absichtserklärung
Eine Absichtserklärung hilft, die Finanzierung des Anwesens langfristig abzusichern.
Zeit-, Sach- & Fachspenden
Unterstützung ist auch ganz praktisch möglich – durch Zeit, Materialien oder Fachwissen.
Finanzielle Unterstützung
Spenden ermöglichen konkrete Maßnahmen vor Ort.
Jede Unterstützung wirkt direkt.